Coronavirus: Auswirkungen auf den Spielbetrieb

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TR1905
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Re: Coronavirus: Auswirkungen auf den Spielbetrieb

Beitrag von TR1905 » 15. Apr 2020, 11:22

Das wir wirtschaftlich Recht gut darstehen, hängt wohl damit zusammen, dass der Verein vor einiger Zeit ja auf sehr stark leistungsabhängige Verträge gesetzt hat. Heißt für mich, wohl niedriges Grundgehalt und dafür höhere Auflauf/Siegprämien. Das kommt uns nun zu gute.
Für Trainer und Geschäftsstelle kann zudem Kurzarbeit beantragt werden. Das reduziert unsere Kosten enorm.
Interessieren würde mich noch der Mietvertrag mit der Stadt über die Stadionnutzung.
Zahlt der Verein da monatlich Summe X oder halt tatsächlich nur, wenn auch ein Heimspiel/Traing stattfindet und ist der Betrag auch zu entrichten, wenn die Stadt per Verordnung das ganze Areal zwangsweise schließt?
Sollten dort aktuell auch keine Zahlungen fällig werden, erklärt das aus meiner Sicht die beruhigende aktuelle Lage.
Problematisch wären demnach aber Geisterspiele für uns, da dann die Kosten wieder anfallen würden ohne das Einnahmen fließen (Eintrittsgelder, Catering, Sponsorengelder wegen Werbebanden...).

Gelder zu sammeln kann demnach aus Vorsorge und anderenfalls zur Schuldentilgung trotzdem nicht schaden. Aber vielleicht kommt da noch was. Gerüchte gibt es zumindest dahingehend.

BlauSchwarzWeißer
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Re: Coronavirus: Auswirkungen auf den Spielbetrieb

Beitrag von BlauSchwarzWeißer » 15. Apr 2020, 17:59

Ich finde es gut, dass man soweit ist momentan nicht auf Spenden angewiesen zu sein und habe schon viele lobende Stimmen gehört, dass man finanziell so gut da steht. Sicherlich den stark leistungsorientierten Verträgen geschuldet, die sich in der aktuellen Situation als Segen darstellen.

Kampagnen um Geld zu sammeln können eine gute Sache sein, siehe die Gladiators,die 120.000€ durch Fans mobilisiert haben, eine starke Sache. Allerdings haben die schon 5 Minuten nach Bekanntgabe der Pandemie erklärt dass ihnen 300.000€ fehlen, also knapp ein Viertel des Etat. Da nur noch drei von 17 Heimspielen zu absolvieren wären und diese, ähnlich der Eintracht, den Großteil des Etats ausmachen kam nicht nur leise die Frage auf, wie die Lücke entstanden ist. Genau erklärt wurde das bis heute nicht, man schien sich vermanövriert zu haben und Corona kam da als "Ausrede" ganz gelegen.
Als Vergleich: Ligakonkurrent Jena sammelt 35.000, der klassenhöhere MBC bei noch sechs ausstehenden Heimspielen 85.000, sprich viel niedrigere Dimensionen.

Auch wenn ich es den Gladiators gönne,dass sie es schaffen, ganz sauber erscheint das nicht.
Die Eintracht als solidester Klub Triers, wer hätte das gedacht :-D .

Die Spendenaktion der Gladiators lief gestern aus, eine "Konkurrenzaktion" der Eintracht wäre sicherlich kontraproduktiv gewesen. Somit würde eine baldige Aktion, falls notwendig, Sinn machen.

P.S. Habe vorhin gelesen dass Hessen Kassel vor Ostern die Lizenzunterlagen für die Regionalliga Südwest sicherheitshalber eingereicht hat, gibt es da auch von uns was zu vermelden?

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Re: Coronavirus: Auswirkungen auf den Spielbetrieb

Beitrag von Gegengeradler » 16. Apr 2020, 11:44

Sicherlich nicht unerheblich ist auch, dass der Verein mit der Berger Group, den Q8-Tankstellen und Seitz Stahlbau während der Saison drei (!) Premium Sponsoren gewinnen konnte. Inwiefern diese im Etat vor der Saison eingeplant waren, weiß ich natürlich nicht. Dennoch unterstreicht es die gute Arbeit von Jochem, Berens und Co.

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Re: Coronavirus: Auswirkungen auf den Spielbetrieb

Beitrag von BlauSchwarzWeißer » 17. Apr 2020, 16:58

Mal ein Blick in andere Ligen:

Die Regionalliga Nordost denkt darüber nach, die Spiele zu streamen um bei Geisterspielen zumindest etwas an Einnahmen zu generieren:

https://www.mdr.de/sport/fussball_rl/nofv-erwaegt-livestreams-mit-hilfe-des-mdr-rbb-100.html

Und noch interessanter: Der bayrische Verband will ab der fünften Liga abwärts die Saison ab dem 1.9. fortsetzen und notfalls die Saison 2020 / 2021 ausfallen lassen. Als größter Landesverband ist deren Handeln sicherlich auch ein Signal an alle anderen:

https://www.kicker.de/774060/artikel/bayerischer_verband_will_die_saison_ab_september_fortsetzen

Noch zwei Fragen, auf die ich auf die Schnelle keine Antwort gefunden habe:
In manchen Bundesländern ist ein Training mittlerweile wieder möglich, auch das Saarland will es bald wieder erlauben. Wie sieht es denn bei uns aus?

Und es war zu lesen dass Hessen Kassel sicherheitshalber die Unterlagen für die Regionalliga Südwest eingereicht hat, wie wurde das bei uns gehandhabt?

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Re: Coronavirus: Auswirkungen auf den Spielbetrieb

Beitrag von Gegengeradler » 17. Apr 2020, 17:42

BlauSchwarzWeißer hat geschrieben:
17. Apr 2020, 16:58
Noch zwei Fragen, auf die ich auf die Schnelle keine Antwort gefunden habe:
In manchen Bundesländern ist ein Training mittlerweile wieder möglich, auch das Saarland will es bald wieder erlauben. Wie sieht es denn bei uns aus?

Und es war zu lesen dass Hessen Kassel sicherheitshalber die Unterlagen für die Regionalliga Südwest eingereicht hat, wie wurde das bei uns gehandhabt?
"Erlaubt ist auch die Nutzung von bislang geschlossenen Sportanlagen im Freien - aber nur zu zweit oder mit Personen des eigenen Haushalts. Die Staatskanzlei nannte dabei die Sportarten Rudern, Segeln, Tennis, Luftsport, Leichtathletik, Golf und Reiten."

https://www.allgemeine-zeitung.de/politik/rheinland-pfalz/rheinland-pfalz-was-ab-montag-wieder-erlaubt-ist_21560518

Edit: Jetzt gibt's wohl doch eine Spendenaktion (siehe anderer Thread).

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Re: Coronavirus: Auswirkungen auf den Spielbetrieb

Beitrag von Bratwurstmeckerer » 18. Apr 2020, 06:09

Im Netz gefunden eben...

Nachdenkliche und klare Worte...

-Stellungnahme des bundesweiten Ultra-Zusammenschlusses „Fanszenen Deutschland“, zu der auch Insane Ultra gehört!-


+++ Quarantäne für den Fußball – Geisterspiele sind keine Lösung! +++

Die Frage, wann und in welcher Form wieder Profifußball gespielt werden darf, wurde in den vergangenen Tagen und Wochen viel diskutiert. In der nach wie vor teils unübersichtlichen gesellschaftlichen Situation wurden von verschiedenen Akteuren eine Vielzahl ethischer, epidemiologischer und anderer Argumente ins Feld geführt.

Im Folgenden möchten wir uns, als bundesweiter Zusammenschluss der Fanszenen und mit Blick auf die DFL-Vollversammlung, zu dem Thema äußern:

Die Wiederaufnahme des Fußballs, auch in Form von Geisterspielen, ist in der aktuellen Situation nicht vertretbar – schon gar nicht unter dem Deckmantel der gesellschaftlichen Verantwortung. Eine baldige Fortsetzung der Saison wäre blanker Hohn gegenüber dem Rest der Gesellschaft und insbesondere all denjenigen, die sich in der Corona-Krise wirklich gesellschaftsdienlich engagieren. Der Profifußball ist längst krank genug und gehört weiterhin in Quarantäne.

Wir vertreten die klare Position, dass es keine Lex Bundesliga geben darf. Fußball hat in Deutschland eine herausgehobene Bedeutung, systemrelevant ist er jedoch ganz sicher nicht. Beschränkungen, die für vergleichbare Bereiche der Sport- und Unterhaltungsindustrie gelten, müssen auch im Fußball Anwendung finden. In einer Zeit, in der wir alle sehr massive Einschränkungen unserer Grundrechte im Sinne des Gemeinwohls hinnehmen, ist an einen Spielbetrieb der Bundesligen nicht zu denken. Wenn seit Wochen über einen Mangel an Kapazitäten bei CoVid-19-Tests berichtet wird, ist die Idee, Fußballspieler in einer extrem hohen Taktung auf das Virus zu untersuchen, schlicht absurd. Ganz zu schweigen von der Praxis eines Fußballspiels mit Zweikämpfen, eines normalen Trainingsbetriebes in Zeiten von Versammlungsverboten und eines gemeinsamen Verfolgens potenzieller Geisterspiele durch Fans.

Die Rede von gesellschaftlicher Verantwortung und Pläne für exklusive Testkontingente (über 20.000 Stück) für den Profifußball passen nicht zusammen. Wir verstehen, dass Vereinsfunktionäre durchaus rechtliche Verpflichtungen haben, im Sinne des finanziellen Wohls ihres Vereins zu handeln. In einer Situation jedoch, in der die gesamte Gesellschaft und Wirtschaft vor enormen Herausforderungen stehen, ist es für uns nicht nachvollziehbar, dass offenbar sämtliche Bedenken hintenangestellt werden, wenn es darum geht, den Spielbetrieb möglichst lange aufrechtzuerhalten, bzw. erneut zu starten.

Ganz offensichtlich hat der Profifußball viel tieferliegende Probleme. Ein System, in das in den letzten Jahren Geldsummen jenseits der Vorstellungskraft vieler Menschen geflossen sind, steht innerhalb eines Monats vor dem Kollaps. Der Erhalt der Strukturen ist vollkommen vom Fluss der Fernsehgelder abhängig, die Vereine existieren nur noch in totaler Abhängigkeit von den Rechteinhabern.

Die Frage, weshalb es trotz aller Millionen keinerlei Nachhaltigkeit im Profifußball zu geben scheint, wie die Strukturen und Vereine in Zukunft robuster und krisensicherer gemacht werden können, wurde zumindest öffentlich noch von keinem Funktionär gestellt. Das einzig kommunizierte Ziel ist ein möglichst schnelles ,,Weiter so!‘‘, das jedoch lediglich einer überschaubaren Zahl an Beteiligten weiterhin überragende Einkünfte garantiert. Das Gerede von zigtausenden Jobs halten wir schlicht in den meisten Fällen für einen Vorwand, weiterhin exorbitante Millioneneinkünfte für wenige extreme Profiteure zu sichern. Dies zeigt sich auch in der absoluten Untätigkeit des DFB, im Hinblick auf den Fußball unterhalb der 2. Bundesliga. Dass Geisterspiele hier viel stärkere Folgen hätten, als in den Ligen der DFL, wird ausgeblendet. Hauptsache das „Premiumprodukt“ kann weiterexistieren. Hier wird der DFB seiner Rolle nicht nur nicht gerecht, er zeigt auch wiederholt, wessen Interessen er vertritt.

Seit Jahren fordern Fans Reformen für eine gerechtere Verteilung der TV-Einnahmen und kritisieren die mangelnde Solidarität zwischen großen und kleinen Vereinen. Wir weisen auf Finanzexzesse, mangelnde Rücklagenbildung und die teils erpresserische Rolle von Spielerberatern hin. Die Gefahr der Abhängigkeit von einzelnen großen Geldgebern haben wir anhand von Beispielen wie 1860 München, Carl Zeiss Jena und anderen immer wieder aufgezeigt.

Spätestens jetzt ist es aller höchste Zeit, dass sich Fußballfunktionäre ernsthaft mit diesen Punkten auseinandersetzen. Die jetzige Herausforderung ist auch eine Chance: Die Verbände sollten diese Krise als solche begreifen und die Strukturen des modernen Fußballs grundlegend verändern. Es ist höchste Zeit!

In diesem Zusammenhang fordern wir:

-Der aktuelle Plan der DFL, den Spielbetrieb im Mai in Form von Geisterspielen wieder aufzunehmen, darf nicht umgesetzt werden. Wir maßen uns nicht an, zu entscheiden, ab wann der Ball wieder rollen darf. In einer Situation, in der sich der Fußball auf diese Weise so dermaßen vom Rest der Gesellschaft entkoppeln würde, darf es jedoch nicht passieren.

-Eine sachliche Auseinandersetzung mit der aktuellen Lage muss forciert und eine Abkehr vom blinden Retten der TV-Gelder vollzogen werden. Auch ein möglicher Abbruch der Saison darf kein Tabu sein, wenn die gesellschaftlichen Umstände es nicht anders zulassen. In diesem Fall sollten nicht nur Horrorszenarien in Form von drohenden Insolvenzen skizziert werden, sondern Lösungsmöglichkeiten in Form von Förderdarlehen, erweiterten Insolvenzfristen und anderen Kriseninstrumenten, denen sich auch die restliche Wirtschaft stellt, diskutiert werden.

-Eine kommende Lösung muss maximal solidarisch sein. Es darf unter den Vereinen keine Krisengewinner- und verlier geben. Die Schere zwischen ,,groß‘‘ und ,,klein‘‘ darf nicht noch weiter auseinandergehen. Ausdrücklich schließen wir damit auch die Vereine der dritten Liga und der Regionalligen mit ein, für die Geisterspiele ohnehin keine Option sind.

-Die Diskussion über grundlegende Reformen, um den Profifußball nachhaltiger und wirtschaftlich krisensicherer zu gestalten, muss jetzt beginnen. Sie darf nicht nur von Fans und Journalisten geführt werden, sondern ist die zentrale Aufgabe der Verantwortlichen der Clubs und Verbände. Strukturen und Vereine müssen auf einen finanziell und ideell sicheren Boden zurückgeholt werden. Dabei muss die 50+1-Regel weiterhin unberührt bleiben.

Die Phase einer von der restlichen Gesellschaft komplett entkoppelten Fußballwelt muss ein Ende haben!

Fanszenen Deutschlands im April 2020

Bratwurstmeckerer
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Re: Coronavirus: Auswirkungen auf den Spielbetrieb

Beitrag von Bratwurstmeckerer » 18. Apr 2020, 06:15

„Wenn seit Wochen über einen Mangel an Kapazitäten bei CoVid-19-Tests berichtet wird, ist die Idee, Fußballspieler in einer extrem hohen Taktung auf das Virus zu untersuchen, schlicht absurd. Ganz zu schweigen von der Praxis eines Fußballspiels mit Zweikämpfen, eines normalen Trainingsbetriebes in Zeiten von Versammlungsverboten und eines gemeinsamen Verfolgens potenzieller Geisterspiele durch Fans.„


Finde echt so gerne ich Fussball mag, echt eine Stellungnahme der Ultra die mich überrascht!


Hut ab Ultras!

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Re: Coronavirus: Auswirkungen auf den Spielbetrieb

Beitrag von Treverer » 18. Apr 2020, 09:46

Egal wie sehr ich unseren geliebten SVE wieder spielen sehen würde, so finde ich aber das eine Fortführung des Ligabetriebs in der aktuellen Situation mehr als unangebracht! Die Idee vom bayrischen Verband betrachte ich als sinnvoll ! Das wäre für mich auch das richtige Zeichen als Sport der sich eine gesellschaftliche Verantwortung auf die Fahnen schreibt. Und das egal in welcher Liga!
Exil Trierer!

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Re: Coronavirus: Auswirkungen auf den Spielbetrieb

Beitrag von porta1905 » 18. Apr 2020, 12:49

Was wäre mit Mundschutzpflicht für Spieler und Zuschauer in den Klassen ab Oberliga abwärts.
Das wäre doch bei den kleinen Zuschauerzahlen machbar.

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Re: Coronavirus: Auswirkungen auf den Spielbetrieb

Beitrag von MrPosbi2 » 18. Apr 2020, 17:28

Mundschutz ist kein absoluter Schutz,nur eine weitere Sicherheitsmassnahme.

Nein,solange wir den Virus nicht voll unter Kontrolle haben kann es mit Fussball nicht weiter gehen,leider.

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